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22. Januar 2019

Vermögensanlage – Kosten, Rendite und Sicherheit


Die Angebote im Bereich der Vermögensanlage werden laufend erweitert. Robo-Advisor sind aktuell ganz stark im Trend, nicht nur für vermögende Kunden – auch für Kleinanleger. Denn die digitale Vermögensverwaltung geht schon bei 2.000 EUR Anlagesumme los. Selbst als Sparplan ist so eine professionelle Vermögensverwaltung möglich. Doch was ist mit den Kosten, der Rendite und der Sicherheit.

Vielen Anlegern fällt es schwer, den Überblick zu behalten, insbesondere bei den Kosten. Das mag oft auch mit mangelnder Transparenz zusammenhängen, wobei die Robo Advisor hier ja Abhilfe schaffen – denn die Kosten lassen sich recht gut überblicken. Robo-Advisor investieren in ETFs, also in einen kompletten Markindex. Das ist gut, wenn es um Diversifikation geht – und reduziert die Kosten, da kein aktives Management erforderlich ist.

Die sogenannte Total Expense Ratio (TER) kann quer über die gesamte Fondsbranche mit 2 Prozent angenähert werden. Darin nicht enthalten sind gewinnabhängige Provisionen und Transaktionskosten. Die Transaktionskosten liegen in der Regel im Bereich von 0,50 Prozent des Anlagevolumens.

Entwicklung der Kosten und Gebühren über 10 Jahre

Wie entwickeln sich diese Gebühren bei einer Anlagesumme von 100.000 Euro in zehn Jahren? Bei einer Wertentwicklung von 5 Prozent p.a. und ohne Berücksichtigung der performanceabhängigen Gebühren, summieren sich die Gesamtkosten im ersten Jahr durchaus mal auf 7,5 Prozent. Zumindest unter Berücksichtigung eines einmaligen Ausgabeaufschlags von 5 Prozent, in den neun Folgejahren sind es dann jährlich 2,5 Prozent p.a. Natürlich gibt es immer mal wieder Angebote für Fonds ohne – oder mit einem reduzierten Ausgabeaufschlag, das sind dann aber auch oft nicht wirklich die besten Fonds.

300x250Im zehnjährigen Betrachtungszeitraum bewegen sich die Gesamtkosten oft bei rund 30 Prozent der angelegten Summe. Bei einer Wertsteigerung von rund 50.000 Euro abzüglich Kosten im Bereich von 30.000 Euro verbleibt somit ein zu versteuernder Gewinn nach zehn Jahren von knapp 20.000 Euro.

Aber auch nur dann, wenn die Performance jährlich wirklich 5 Prozent beträgt und keine zusätzlichen Kosten durch Gebühren hinzukommen, die mit der Wertentwicklung in Verbindung stehen. Bei einer jährlichen Inflationsrate von 2 Prozent wäre auch dieser Gewinn negiert, wobei Aktien ja zum Produktiv-Vermögen zählen – und somit nicht wirklich der Inflation unterliegen.

Banken verkaufen ihre eigenen Produkte, es geht also darum, möglichst viel Geld pro Kunde zu verdienen! Dabei haben die Vertriebspartner der Bank das Interesse, ihre Produkte in hohem Volumen zu platzieren. Entsprechende Vertriebsvorgaben sind vom Berater zu erfüllen. Zudem sorgen Bestandsprovisionen in unterschiedlicher Höhe dafür, dass der Berater bei der Depotzusammenstellung auch seine ganz persönlichen Interessen verfolgt. Nur wenige Kunden überblicken, welche Gebühren letztendlich an wen zu entrichten sind. Hier fehlt dann die echte Transparenz! So entstehen am Ende Depots, die den Interessen des Kunden nicht wirklich entsprechen und außerdem zu teuer sind.

Unabhängige Vermögensverwalter haben in der Regel nicht diese Produktinteressen, doch kann es auch hier zu unnötigen Kosten kommen, wenn das Depot z.B. diverse Fonds enthält. Wer zehn verschiedene Fonds in seinem Depot hält, engagiert zehn verschiedene Fondsmanager – wobei jeder mit seinem Fonds eine eigenständige Strategie verfolgt und keine Kenntnis darüber hat, dass er zusammen mit anderen Fondsmanagern für die Gesamtstrategie eines einzelnen Depots verantwortlich ist.

Im Ergebnis bedeutet das gegenläufige Effekte. Fondsmanager A verkauft eine Aktie, eine anderer Fondsmanager kauft dieselbe Aktie. Die strategische Auswirkung für das Gesamtdepot ist gleich null – der Kunde bezahlt jedoch beide Manager und trägt zusätzlich die Transaktionskosten. Bei einer Vielzahl von Fonds kommt es zwangsläufig zu diesen Überschneidungen. Unzählige Einzelwerte befinden sich daher oft mehrfach im Depot. So werden unnötige Kosten am Fließband produziert. Darüber machen sich wirklich wenig Anleger Gedanken – und wohl auch nicht alle Fondsmanager.

Fazit: Suchen Sie sich Ihren Vermögensverwalter gründlich und sorgfältig aus, vermeiden Sie die Interessenskonflikte einer Bank, verlangen Sie volle Transparenz bei den Gebühren und lassen Sie sich eine nachvollziehbare Strategie vorlegen. Nur so wird Ihr Depot stetig und kontinuierlich wachsen. Sicherheit ist sowohl bei klassischen Fonds, als auch bei ETFs gegeben – da es sich um Sondervermögen handelt – auf das nur Sie Zugriff haben. Wenn Sie Kosten, Rendite und Sicherheit vergleichen möchten, nutzen Sie bitte hier unseren hauseigenen Robo-Advisor Vergleich.

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