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20. Juli 2019

Trading ohne Fundamentaldaten?


Wie wichtig sind die Fundamentaldaten für Trader? Diese Frage kann nur beantwortet werden, wenn wir wissen – wie die durchschnittliche Haltedauer eines Trades aussieht. Daytrader verkaufen ggf. ihre Position schon nach wenigen Minuten – Bilanzen spielen demzufolge eine unterordnete Rolle. Bei Quartalszahlen sollte man schon aufpassen und die Termine nicht übersehen, denn diese können ganz erheblichen Einfluss auf die jeweilige Position haben.

Im Tagestrading spielt dagegen die konjunkturelle Lage, oder die aktuellen Zinssätze keine entscheidende Rolle. Zumindest nicht, wenn eine Position nicht unmittelbar vor einer Notenbanksitzung eingegangen wird. Ansonsten spielen diese Faktoren für Daytrader überhaupt keine Rolle.

Der Anlagehorizont des Swing- oder Positionstraders hingehen reicht gelegentlich über mehrere Monate hinweg. Der Einstieg erfolgt häufig aufgrund technischer Analysen. Dennoch darf diese Gruppe von Marktteilnehmern, zu denen vermutlich auch viele private Anleger gehören, die Makro-Daten nicht aus den Augen lassen.
Dies gilt insbesondere für die Anleger, die langfristigen Vermögensaufbau an der Börse betreiben.

Wie verhalte ich mich also, wenn wichtige Ereignisse wie Quartalszahlen (sofern ich im entsprechenden Unternehmen investiert bin), Notenbanksitzungen oder die Veröffentlichung wichtiger Daten anstehen? Schließlich können die Ergebnisse dieser Termine den Verlauf meines Trades in die eine oder andere Richtung nennenswert beeinflussen.

Meine persönliche Empfehlung lautet, im Day-Trading bzw. wenn die Position maximal ein bis zwei Tage gehalten werden soll, steige ich in der Regel vorher aus, der Einfluss auf das Ergebnis ist mir ansonsten zu groß. Bei längerfristigen Trades ist die Erwartungshaltung hinsichtlich der Gewinnstrecke deutlich höher. Demzufolge bleibe ich in der Position, denn letztendlich sind die oben beschriebenen Ereignisse ein wichtiger Teil des Charts und damit auch der Analyse.

Eine durchaus lukrative Alternative kann es sein, die Quartalszahlen abzuwarten – und dann einzusteigen – je nach Ergebnis der Zahlen. Bei guten Zahlen gibt es dann meistens ein Eröffnungsgap nach oben – sofern die Zahlen nachbörslich gemeldet wurden. Oder aber die Zahlen kommen im Laufe des Vormittags, sodass die Reaktion darauf abgewartet – und entsprechend reagiert werden kann.

Eine weitere Möglichkeit ist es, gute Aktien unmittelbar an dem Tag zu kaufen, an dem diese Ex-Dividende gehandelt werden, d.h. einen Tag nach der Hauptversammlung. Sie verpassen dadurch natürlich die Dividende, bei einem guten Wert wird diese aber schnell wieder aufgeholt. In der Regel sind dann die Quartalszahlen, die Reaktion darauf und die erfolgte Dividendenausschüttung erfolgt – und man ist auf der vermeintlich sicheren Seite – sofern dies an der Börse überhaupt möglich ist.

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