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16. Juni 2019

Trade Republic – der Einstieg in den gebührenfreien Wertpapierhandel


Das FinTech Unternehmen Trade Republic möchte den gebührenfreien Wertpapierhandel einführen – und den Anlegern den Einstieg in den Handel mit Wertpapieren erleichtern. Drei Studienfreunde aus München haben das Unternehmen gegründet, das sie als – Deutschlands ersten mobilen und provisionsfreien Broker – beschreiben.

Die Technologie dahinter haben die Gründer schon im Rahmen des Börsenspiels „Neon Trading“ getestet. Das alleine genügt aber nicht, um als Broker tätig zu werden. Demzufolge wurden die Finanzdienstleister Sino und die Solarisbank mit ins Boot genommen. Von Investoren hat Trade Republic insgesamt rund sechs Millionen Euro erhalten. Der Broker Sino agiert als strategischer Investor und ist Mehrheitseigner des Start-ups.

Vor einem Monat erhielt Trade Republic zudem eine Lizenz als Wertpapierhandelsbank von der Finanzaufsicht Bafin. Ein wichtige Funktion erfüllt dabei die Smartphone-App, was vor allem jüngere Nutzer ansprechen dürfte. Die günstigen Gebühren können aber für alle Zielgruppen interessant sein, vor allem für Vieltrader.

Vorbild für die Gründer sind Finanztechnologie-Start-ups wie die Smartphone-Bank N26 aus Berlin. Solche Fintechs suchen sich einzelne Bankprodukte heraus und machen sie für die Kunden einfacher und oftmals auch günstiger.

Logo 200x50Bei N26 scheint das durchaus erfolgreich zu sein. Mit ihrem Girokonto, das mit Anlage- und Versicherungsprodukten von Partnern verknüpft ist, hat die junge Bank nach eigenen Angaben innerhalb von vier Jahren 2,3 Millionen Kunden in 24 Ländern gewonnen.

Auch Trade Republic bietet kein komplett neues Produkt, hat bei der Entwicklung aber großen Wert auf Bedienfreundlichkeit gelegt. Die App soll sehr intuitiv sein, der Nutzer hat sein Portfolio immer und überall im Blick, dabei muss auf einen umfassenden Depotservice nicht verzichtet werden. Es werden Echtzeitkurse und einen Preisarlarm geben, der dann ausgelöst wird – sobald ein Wertpapier einen vorher eingestellten Kurs erreicht hat.

In den USA gibt es bereits ein Fintech-Unternehmen, dass seit 2014 einen kostenlosen Aktienhandel anbietet. Bei Trade Republic sollen Anleger pro Handelsgeschäft einen Euro sogenannte Fremdkostenpauschale zahlen – unabhängig von der Größe der Order. Gut, ist jetzt nicht ganz gebührenfrei – aber von den marktüblichen Gebühren aktuell natürlich unschlagbar. In jedem Fall ist es ein Weg, um mehr junge Leute in Deutschland zum Aktien- und Wertpapierhandel zu bewegen.

Keine Provision und keine Minuszinsen


Anleger sollen keine Provision bei Trade Republic bezahlen müssen – es fällt lediglich eine Fremdkostenpauschale von einem Euro pro Handelsgeschäft an – unabhängig von der Größe der Order. Das Unternehmen finanziert sich durch Einnahmen in Form einer Rückvergütung der Plattform L&S Exchange des Finanzdienstleisters Lang und Schwarz, über den der Handel läuft. L&S ist schon viele Jahre am Markt und auch bekannt für seine vor- nachbörslichen Kursstellungen. Die Großbank HSBC wickelt die Transaktionen ab.

Ob das allerdings langfristig genügt, um als Wertpapierbroker zu bestehen, wird sich zeigen. Laut Geschäftsführung soll dies durch geringere Kosten und Effizients möglich sein. Überlicherweise liegen die Kaufkosten bei einer 5.000 EUR Order bei mindestens 3,90 EUR bis ca. 13 EUR – je nach Anbieter. Dazu kommen dann noch die Fremdkosten für den Handelsplatz.

Depoteröffnung
Die Depoteröffnung soll weniger als zehn Minuten dauern. Über den PC können die Nutzer ihr Depot aber vorerst nicht steuern. Zu Beginn sollen die Anleger über Trade Republic in Aktien von 6100 deutschen und internationalen Firmen sowie, in mehr als 250 börsengehandelte Indexfonds –ETFs– investieren können. Der Handel läuft über LS Exchange, die Großbank HSBC wickelt die Transaktionen ab. Zurzeit ist eine Depoteröffnung noch nicht möglich, Interessierte können sich aber schon online in eine Warteliste eintragen.

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