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17. November 2018

Zentralbanken interessierten sich 2011 mehr für Gold


GoldhandelWenn es einen Aspekt gab, der von der Schulden- und Finanzkrise im vergangenen Sommer profitiert hat, wird man nur einen Begriff hören: Gold. Das Edelmetall erlebte sein absolutes Rekordhoch, sein Preis stieg in ungeahnte Höhen und knackte beinahe die Zweitausend Dollar Marke.

Die Anleger, die durch die Turbulenzen an den internationalen Finanzmärkten äußerst verunsichert waren, hatten für diesen Boom gesorgt. Denn wer auch immer nicht mehr wusste, in was noch zu investieren sei, entschied sich meist für die als sicher geltende Anlage Gold. Auch Silber und Kupfer erlebten einen Höhenflug, doch der des Golds blieb unerreichbar.

Dass es nicht immer einfach ist, die richtige Anlagestrategie zu finden, weiß auch Jürg Zeltner, der CEO beim UBS Wealth Management ist. Im bisherigen Verlauf von 2011 waren sich die Anleger jedoch ziemlich einig darüber, dass Gold die richtige Strategie sei. Für viele ging diese Rechnung auch auf, denn ihr Geld war in dieser Anlage wirklich sicher. Doch nicht nur die Privatanleger stürzten sich auf das beliebte Edelmetall. Inzwischen ist es auch bei den Zentralbanken immer beliebter geworden. Das ist darauf zurückzuführen, dass das Vertrauen in die Währungen allgemein sinkt. Was ist, wenn Papiergeld immer mehr an Wert verliert? Da tut ein Land schon gut daran, seine Goldreserven aufzustocken.

Die Goldnachfrage weltweit stieg im dritten Quartal von 2011 um 1054 Tonnen. Wir reden also von einem absoluten Rekordbetrag von 57,6 Milliarden Dollar. Rohstoffexperte bei der Commerzbank, Daniel Briesemann, spricht sogar von einem Jahresbetrag von 4000 Tonnen. Dabei entfiel ein Viertel der Gesamtnachfrage im dritten Quartal auf die Anleger. Das bedeutet, dass die Nachfrage im Vergleich zum dritten Quartal 2010 um ein Drittel angestiegen ist. Doch auch bei den Notenbanken ist die Nachfrage deutlich gestiegen im Vergleich zu den vergangenen Jahren. Das dritte Quartal fiel demnach, was diesen Aspekt anging, besser aus als alle Quartale der letzten vier Jahrzehnte. Besonders Schwellenländer wie Mexiko, Thailand oder Russland haben ihre Nachfrage drastisch erhöht, um den Nachholbedarf bei der Goldanlage zu tilgen. Zwar haben diese Länder große Währungsreserven angesammelt, beim Anteil von Gold sah es bisher jedoch mau aus. Das möchte man scheinbar nun nachholen.

Foto © iStockphoto.com / Tomislav Forgo

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