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25. Februar 2018

Die Krise und ihr Einfluss auf Asien


Die europäische Schuldenkrise zieht weite Kreise. Die nun schon seit Monaten andauernde Bredouille, in der die Eurozone steckt, hat auch einen negativen Einfluss auf die Finanzmärkte weltweit. So klagt beispielsweise die USA darüber, sie würden mit in eine Rezession gezogen werden und auch an den asiatischen Börsen fürchtet man die Ausweitung der Krise in Europa. Schon Anfang des Jahres 2011 hatte Jürg Zeltner, UBS Wealth Management CEO, gesagt, er könne sich vorstellen, dass dieses Jahr kein einfaches werden würde: „Weltweit werden 2011 Regierungen und Zentralbanken weit reichende politische und wirtschaftliche Entscheidungen treffen. Die werden auch für andere Länder zu spüren sein. Und daraus können internationale Währungs- und Handelskonflikte entstehen.“

Auch in der vergangenen Woche bangte man an der Börse in Tokio um die Achterbahnfahrt, die die Kurse hinlegten. Es waren vier Verlusttage, die dem Aktienmarkt beschert wurde, und Schuld daran, so sagt man, hatte natürlich wieder einmal die Krise in Europa. Immerhin hatte es in der vergangenen Woche massive Risikoaufschläge auf Staatsanleihen aus Ländern wie Spanien oder Frankreich gegeben. Dies verunsichert die Anleger, denn wer weiß denn schon, ob sich diese Entwicklung nicht auch auf die ganzen anderen Märkte ausweiten wird. Der japanische Nikkei Index schloss in einem Minus von 1,2 Prozent bei 8374 Zählern, auch der Topix Index verlor 1,1 Prozent. Doch Japans Börse hat es im Vergleich zu anderen Asiaten noch gut getroffen. Besonders in Südkorea und Taiwan gaben die Leitindizes mitunter um 2 Prozent nach. Ebenso schlecht sah es in China und Singapur aus.

Besonders Banktitel gehörten zu den Verlierern der Woche, was wahrscheinlich zum größten Teil an der Furcht der Anleger vor einer weltweiten Kreditklemme liegen könnte. Um auf Japan zurück zu kommen, der Yen schloss sehr stark im Gegensatz zum Euro ab, was besonders die exportabhängigen Autohersteller des Landes negativ zu spüren bekamen. Toyota sowie Honda verloren jeweils um mehr als zwei Prozent an den Börsen, und Suzuki kündigte sogar an, bis zu 20 Prozent der eigenen Aktien zurück kaufen zu wollen. Nun erhofft man sich baldige positive Neuigkeiten aus dem Euroraum. Die werden vielleicht schon an diesem Wochenende kommen, wenn die Wahlen in Spanien den Anlegern frischen Aufwind geben.

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