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13. Dezember 2017

Gold vor deutlichem Anstieg?


BullionVault - Gold vor deutlichem Anstieg Seit Monaten fällt auf, dass Marktexperten und viele Privatanleger die Wahrheit über die Märkte zu ignorieren scheinen. Sie tun so, als ob die Gewinne an den Aktienmärkten plötzlich nicht mehr das Produkt des von den Zentralbanken versuchten Vorhabens wären, den Wert von Vermögenswerten aufzublasen – indem seit der letzten Finanzkrise rund 14 Billionen Dollar Liquidität in die Märkte gepumpt wurden.

Die Realität ist, dass die EZB etc. jeden Monat zusammen noch immer Anleihen und Aktien für 150 Milliarden Dollar kauft. Die Fed hat ab Oktober damit begonnen, ihre Bilanz zu schrumpfen und die EZB wird ab Januar ihre Wertpapierkäufe von 60 Milliarden Euro auf 30 Milliarden Euro pro Monat halbieren. Allein im ersten Quartal 2018 sprechen wir dann über 165 Milliarden Dollar weniger Liquidität. Halten sich die Notenbanker an ihre Versprechen, wären wir ab Oktober 2018 komplett auf null zurückgefahren sein.
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Wer im Jahre 2009 im Tief in einen S&P 500 ETF eingestiegen ist und sein Kapital seitdem verdreifachte – kann sich glücklich schätzen. Doch angesichts der Tatsache, dass sich finanzielle Vermögenswerte unverhältnismäßig stark in den Händen der bereits reichsten Leute konzentrieren, wurden alle anderen im Verhältnis zu diesen Leuten paradoxerweise ärmer.

Der unerschütterliche Glauben in das Sicherheitsnetz der Zentralbanken führt dazu, dass bislang nach jeder kleinen korrektur im Markt wieder umgehend gekauft wurde. Kein Chart zeigt besser, dass wir uns in ungewöhnlichen und beispiellosen Zeiten befinden. Sollten wir noch knapp zwei Wochen ohne 3%-Korrektur in den Aktienmärkten weiterlaufen, wäre es die längste Rally seit dem Zweiten Weltkrieg. Zugegeben, das Marktumfeld ist solide und die Unternehmensgewinne auch – aber genügt das?

Sollte es zu einem Einbruch an den Aktienmärkten kommen, ist durch die sonst übliche Eindeckung von Short-Positionen keine Nachfrage-Unterstützung zu erwarten, was die Falltiefe deutlich erweitern dürfte.

Warnsignale an den Märkten!

Im Oktober 2014 gab der weltgrößte Pensionsfonds, der Japanese GPIF (Government Pension Investment Fund) eine radikale Änderung in seiner Zusammensetzung bekannt. Während der Anteil von inländischen Anleihen von 60% auf 35% gekürzt wurde, erhöhte man den Anteil inländischer und ausländischer Aktien von jeweils 12% auf 25%. Seitdem ist folgendes passiert – der GPIF verkaufte seine Staatsanleihen an die Bank of Japan, die gleichzeitig ihr QE Programm erhöhte, und mit diesem Geld wurde in inländische und ausländische Aktien investiert. Seitdem galt der GPIF als einer der weltgrößten Käufer am Aktienmarkt.

Laut Nikkei Asian Review, hat der GPIF nun die 25%-Gewichtung in den inländischen Aktien erreicht. Das bedeutet: Der riesige GPIF, einer der weltgrößten Aktienkäufer, hat sein Limit erreicht und wird ab sofort in Rallyes hineinverkaufen.

Wenn einer der weltgrößten Käufer am Aktienmarkt voll investiert ist und bei Stärke Positionen abbaut, sollte es nicht überraschen, warum der Nikkei von seinem Hoch bei knapp 24.000 Punkten binnen fünf Handelstagen knapp 6% eingebrochen ist.

Gold – der nächste Anstieg könnte dramatisch werden!

Die breite Masse glaubt inzwischen, dass die Wirtschaft stabil ist. Die Unternehmensgewinne steigen, die Inflation bleibt weiterhin niedrig und die Notenbanken stehern jederzeit bereit – sollte es an den Märkten zu Turbulenzen kommen. Die Aktienindizes verzeichnen die niedrigste Volatilität seit 100 Jahren und der Großteil der Anleger kann sich inzwischen kein Szenario vorstellen, was der Rally ein Ende bereiten könnte.

Eine aktuelle Umfrage der Bank of America zeigt, dass die Risikobereitschaft der Fondsmanager auf ein Rekordhoch gestiegen ist – gleichzeitig bewegen sich die Cash-Bestände der Fonds auf einem sehr niedrigen Niveau, womit sich eine gefährliche Gesamtmarktkonstellation ergibt. Das alles deutet auf eine deutliche Korrektur hin, wie die Vergangenheit lehrt.

Die Differenz zwischen Optimisten und Pessimisten ist auf dem höchsten Stand seit 1987, dem Jahr, in dem der „Schwarze Montag“ die Welt erschüttterte. Das Shiller CAPE-Ratio ist nun bei über 30 Zählern – es notiert damit höher als in 2008 und bewegt sich auf Levels zu, die vor dem „Schwarzen Dienstag“ in 1929 erreicht wurden.
Das CAPE (Cycle-Adjusted Price Earnings Ratio) oder Shiller-KGV ist vergleichbar mit unserem Kurs-Gewinn-Verhältnis. Es setzt die Bewertung einer Aktie ins Verhältnis zum Gewinn, den ein Unternehmen erwirtschaftet, und kann damit Aufschluss darüber geben – ob eine Aktie fair bewertet ist. Im Gegensatz zum KGV handelt es sich um eine über zehn Jahre geglättete und zugleich inflationsbereinigte Variante dieser Kennziffer.

Wie verrückt die Bewertungen sind, zeigt etwa das Beispiel von Facebook, dessen Börsenwert die Größe des gesamten Aktienmarktes von Indien übertrifft, einem Land mit 1,28 Milliarden Einwohnern, im Vergleich zu einem Unternehmen mit 18.000 Mitarbeitern.

BullionVault

Mit dem Anstieg der Aktienmärkte, hat sich gleichzeitig die Verschuldung von Unternehmen und Verbrauchern aufgebläht. Es ist kein Wunder. Dank des billigen Geldes, haben Unternehmen Billionen Dollar Schulden aufgenommen, um Aktienrückkäufe und Übernahmen zu finanzieren. Inzwischen ist die Verschuldung der Unternehmen auf circa 57% des BIPs angestiegen – dasselbe Level, das die Ölschock-Rezession in 1990, den Tech-Crash in 2000 und die Finanzkrise in 2008 auslöste. Und die Notenbanken pumpen immer weiter Geld in die Märkte.

Die Verschuldung der US-Haushalte hat zum 30. September 2017 ein neues Rekordhoch von 13 Billionen Dollar erreicht – 280 Milliarden Dollar über dem im dritten Quartal 2008 erreichten Höchststand. Ansteigende Ausfallraten bei Auto- und Kreditkartenschulden deuten darauf hin, dass der Stress der Schuldner zunimmt und die Kredit-Ausnahmebereitschaft der U.S.-Verbraucher erschöpft ist.

Gold oder Bitcoin – das ist doch keine Frage oder?

Es wäre keine Überraschung, wenn die in diesem Jahr erwartete Jahresendrally an den Aktienmärkten beim DAX, DOW, Nasdaq und Co. ins Wasser fällt und es stattdessen zu einem überraschenden Markteinbruch kommt. Gleichzeitig sehen wir bei Edelmetallen und im Minensektor seit Monaten eine schon fast depressive Stimmung und eine massive Untergewichtung institutioneller Investoren. Wendet sich das Blatt, könnte es zu einem regelrechten Ansturm auf Gold und Minenwerte kommen.

Entscheidend im Gold ist die Marke von 1.400 Dollar – denn sobald dieser Widerstand gebrochen ist, steht einem Anstieg auf das bisherige Hoch in 2011 bei 1.921 Dollar nichts mehr im Wege.

Zu Jahresbeginn hatten Bitcoin und Gold etwa die gleichen Preise von 1.240 Dollar. Der Bitcoin ist inzwischen auf über 7.000 Dollar explodiert, während Gold mehr oder vor sich hindümpelt. Wie Gold ist auch der Bitcoin nicht beliebig vermehrbar und profitiert vom Vertrauensverlust in das offizielle Geld, dessen Wert von den Notenbankern zerstört wird. Noch hat Bitcoin den Vorteil, dass man diesen bislang nicht am Terminmarkt handeln konnte. Anders beim Gold – es gibt heute etwa 400 Mal mehr Goldeigentümer auf bloße Vertragsbasis – d.h. bedeutet Gold ETFs etc. als Eigentümer von physischem Gold. Viele ETFs sind mit physischem Gold hinterlegt, oder zumindest zu einem gewissen Prozentsatz.

Je nachdem, wie schwerwiegend der Vertrauensverlust in das System in der nächsten Krise ausfällt, wird folgendes passieren: Ein beträchtlicher Teil dieser Papiergold-Eigentümer dürfte aus Sicherheitsgründen plötzlich ebenfalls auf das physische Goldeigentum umsteigen, weil Papiergold plötzlich nicht mehr den gleichen Wert hat wie physisches Gold.

Unter diesem Szenario sind bei Gold und Silber Kurssprünge zu erwarten, die sich zum jetzigen Zeitpunkt noch kaum jemand vorstellen kann. Übrigens wird die CME ab Dezember einen Future auf Bitcoin einführen – ab diesem Zeitpunkt können sich sowohl Besitzer von Bitcoin über den Terminmarkt absichern, als auch Spekulanten den Bitcoin shorten, ohne diesen zu besitzen. Zurzeit wird der Goldkurs nach Meinung vieler Expert noch künstlich unten gehalten, wahrscheinlich ist es nur eine Frage der Zeit, bis die Goldpreise explodieren.

Fazit
Verglichen mit fast allen anderen Anlageformen, ist der Edelmetallsektor auf dem aktuellen Niveau unglaublich günstig. Wenn wir den Sekto näher betrachten, ist es definitiv hochinteressant – bei Gold, Silber und Minenwerten aufmerksam dran zu bleiben – denn der Ausgang dürfte spektakulär werden. Es bedarf nur einer kleinen Eintrübung an den Aktienmärkten – was ganz kuzrfristig passieren kann – dann fangen lieber an über das aktuelle Kursniveau nachzudenken und ggf. zu verkaufen. Irgendwann setzen dann die automatischen Verkaufsprogramme ein, weil die Charttechnik es so vorgibt – und es kann dramatisch gen Süden gehen. Wann dies der Fall sein wird, ist nicht wirklich zu prognostizieren – zumindest nicht seriös.

Die günstige Einstieggelegenheit bei Gold und Silber nutzen.

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