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13. Dezember 2018

CFDs oder Zertifikate?


Geführenfrei kaufen - rund 1.000 ETFsCFDs oder Zertifikate – wenn es um Anlageprodukte geht, sind die Banken und Emittenten äußerst kreativ. Es gibt Unmengen von Finanzprodukten, die der Anleger nutzen kann. Doch welche sind geeignet und passen zu dem jeweiligen Anleger. Ganz wichtig – das Produkt muss passen. Mit einem Anlageprodukt, dass nicht zum Anleger passt – weil zu kompliziert, zu aufwendig, nicht verständlich genug etc., werden Sie keinen nachhaltigen Erfolg haben.

Die nachfolgende Übersicht soll Ihnen helfen, die richtige Entscheidung zu treffen, ob CFDs oder Zertifikate besser zu IHnen passen.

Übersichtlichkeit

In der Regel gibt es nur einen Basiswert bei CFDs. Bei Zertifikaten gibt es unterschiedliche Laufzeiten, verschiedene Gestaltungen und Bezeichnungen, sowie
unterschiedliche Bezugsverhältnisse.

Handel
Für CFDs benötigt der Anleger einen speziellen Broker, Zertifikate werden an der Börse, oder direkt über den Emittenten gehandelt.

Transparenz
CFDs lassen sich eins zu eins nachvollziehen, bei Zertifikaten ist die Berechnung deutlich aufwendiger, u.a. können Währungseinflüsse den Kurs beeinflussen.

Kosten
Bei CFDs gibt es einen Spread, der sich bei den einzelnen Brokern durchaus unterscheiden kann. Manche sind beim Handel mit Gold günstiger, andere beim Daxhandel. Für kleine Konten ist dies ein Faktor, der zu beachten ist.

Einfachheit und Klarheit
Der Handel mit CFDs ist einfach und transparent, kann einen aber auch schnell mal dazu verleiten, vielleicht zu aktiv zu sein. Der Handel mit Zertifikaten ist nicht weiter schwierig, zumindest nicht für erfahrene Anleger – aber der Auswahlprozess dauert deutlich länger – und die Berechnung und Nachvollziehbarkeit der Kurse ebenfalls. Dies ist aber wichtig, um die Positionsgröße bestimmen zu können.

Erreichbarkeit
Vor allem im Forexhandel haben CFDs deutliche Vorteile, denn der Handel findet rund um die Uhr statt. Bei Zertifikaten ist man auf die Handelszeiten der Börse, bzw. des Emittenten angewiesen. In besonders hektischen Phasen kann der Emittent den Handel aussetzen, dann ist auch der Handel an der Börse nicht mehr möglich. Das steht im übrigen auch in den AGBs der Emittenten!

Jeder, der schon mal mit Zertifikaten gehandelt hat, kennt das oft benutzte Argument „Server nicht erreichbar“ oder das Problem mit „Re-Qoutes“ mit dem Hinweis:
Der gewünschte Kurs steht aktuell nicht zur Verfügung, bitte versuchen sie es später noch einmal. Bitte machen Sie sihc diesbezüglich Ihre eigenen Gedanken.

Geschwindigkeit
Ein wesentlicher Faktor beim Daytrading ist die Geschwindigkeit, dies wird mit CFDs eher erreicht, weil die Eingabe einfacher ist.

Service
Oders über CFDs werden in Bruchteilen von Sekunden ausgeführt, bei der Zertifikaten ist das vergleichbar. Zudem muss der Support stimmen, hier sind viele Broker wirklich viel besser geworden.

Sicherheit und Risiko
Nicht alle CFD-Broker unterliegen der Einlagensicherung, also bitte darauf achten – das ist ein ganz wichtiger Punkt. Ebenso das Thema Nachschusspflicht, mittlerweile
gibt es – auch durch den Einfluss des Gesetzgebers – immer mehr CFD-Broker, die auf die Nachschusspflicht verzichten. Man sollte sich demzufolge einen solchen Broker
aussuchen.

Zertifikate sind Schuldverschreibungen, theoretisch droht also ein finanzieller Totalverlust des eingesetzten Kapitals, sollte der Emittent Pleite gehen. Für Zertifikate gibt es keine Nachschusspflicht, da es sich um Schuldverschreibungen handelt. Der Verlust ist also auf auf den Einsatz beschränkt.

Fazit
Was besser passt, muss jeder für sich entscheiden. Ganz objektiv sind CFDs aber transparenter und besser nachvollziehbar. Die Kurstellung ist klarer, bei Zertifikaten ist diese häufig nicht wirklich nachzuvollziehen. Das lässt dann schon eher Spielraum für alles mögliche, was auch immer von erfahreneren Anleger zu hören und lesen ist. Unerfahrene Anleger bekommen das wahrscheinlich gar nicht mit.

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